Unterwegs mit Dr. Jantschke
Unterwegs mit Dr. Fritz Jantschke
Weihnachten und Silvester an Bord der MS Plancius zur Antarktischen Halbinsel.
20.12.2010 - 29.12.2010
29.12.2010 - 07.01.2011
4-Bettkabine mit Du/WC nur 3.818 € pro Person
2 Bettkabine mit DU/WC nur 4.650 € pro Person
Superiorkabine Du/WC nur 5.326 € pro Person
Hinzu kommen die Anreisekosten mit der Fluglinie Ihrer Wahl, die wir gern für Sie einbuchen.
Das Programm wird Ihnen gefallen:
Tag 1
Am Nachmittag heißt es: “Herzlich Willkommen an Bord”. Unser Einstiegshafen liegt in der südlichsten Stadt der Erde: Ushuaia. Die pittoreske Hauptstadt Feuerlands in Argentinien, eingerahmt von der schneebedeckten Martial-Bergkette ist zum Beaglekanal hin ausgerichtet. Die erste Etappe unserer Reise führt dann auch durch diesen von Kapitän Fitz Roy und Charles Darwin 1834 entdeckten, wild zerklüfteten Kanal nach Osten bis zum offenen Atlantik.
Tage 2 & 3
Kap Hoorn und die Spitze der Antarktischen Halbinsel sind ca. 1050 Seemeilen durch die berüchtigte Drake Passage getrennt. Die vorgelagerte Spitze Südamerikas bringt wärmeres Wasser mit nach Süden, das auf polares Wasser in der Antarktis trifft. Dieser Treffpunkt der polaren und subpolaren Meeresströmungen wird Konvergenz genannt. Sie beeinflusst nicht nur die Ausdehnung und Richtung der Eisbergbewegungen – die allgemeine nordöstliche Richtung der Drift innerhalb der Drake Passage lässt es zu, dass Eisberge unterschiedlicher Größe innerhalb dieses Gebietes das ganze Jahr über auftreten – sondern sorgt auch für ein besonders reichhaltiges Nahrungsangebot im Südatlantik. So ist es nicht verwunderlich, dass Wander-, Graukopf-, Schwarzbrauen- und Rauchiger-Albatros, sowie verschiedene Sturmschwalben, wie etwa Buntfüssige-, Schwarzbauch-, Weissflügel- und Kapsturmvogel zu unseren ständigen Begleitern zählen. Auch Silber-, Blau- und Schneesturmvogel geben uns die Ehre. In der Nähe der Süd-Schetlandinseln können wir die ersten Eisberge ausmachen.
In vorteilhaften Bedingungen wird der Kapitän eventuell entscheiden, durch die enge Seepassage zwischen Robert Island und Greenwich Island zu fahren.
Wenn es gelingt, dann stehen die Chancen gut, die erste Anlandung in Antarktischen Gewässern schon am Abend des dritten Tages auf Aitcho Island auf den Südshetland Inseln zu ermöglichen. Falls die Wetterbedingungen ein solches Manöver durch die English Strait nicht zulassen, dann wird der Kurs südlich von Livingston Island verlegt. Die Südshetland Inseln sind vom Wind gepeitscht und verhüllen sich oft in Nebel. Hier gibt es eine breite Vielfalt von Flora (Moose, Flechten und blühende Gräser zu sehen) und Fauna (Eselspinguine, Kehlstreifenpinguine, und Riesensturmvögel) zu bewundern.
Tage 4 - 7
Ein beispielhaftes Programm könnte etwa aussehen wie in der folgenden Reisebeschreibung dargestellt. Die Landgänge sind abhängig von den Wetter-, und Eisverhältnissen sowie den Anlandebestimmungen und der Verfügbarkeit der Anlandeplätze. Der Expeditionsleiter entscheidet über das endgültige Programm. Flexibilität ist entscheidend für den Erfolg von ExpeditionsreisenWir beginnen unseren ersten Tag mit einer Anlandung auf Half Moon Island. Dort gibt es eine Vielzahl von Kehlstreifenpinguinen. Robben aalen sich oft am Strand.
Später geht es in Richtung Deception Island. Die hufeisenförmige Vulkaninsel umschließt einen versunkenen Krater. Schon die Einfahrt in diesen Kraterring ist spektakulär. Unser Schiff tastet sich durch eine enge Einfahrt mit steilen Felswänden auf der Südostseite der Insel ins innere des Kraters vor. Neptune´s Bellow, wird dieser Schlund zu Recht genannt. Im Innern findet sich ein tiefes, natürliches Hafenbecken, daß Walfängern jahrzehntelang als Operationsbasis diente. Heute ist die verlassene und vom letzten Vulkanausbruch 1969 zum Teil verschüttete Walfangstation in Whaler´s Bay nur noch eine dunkle Erinnerung an diese Zeiten. Tausende von Kapsturmvögeln und Dominikanermöwen, sowie Antarktische Raubmöwen nisten in den Ruinen.
Auf unserer Weiterreise nach Süden steuern wir über die Gerlache Strasse und bis nach Cuverville Island. Die kleine Felseninsel Cuverville Island liegt zwischen dem bergigen Antarktischen Kontinent und der eisbedeckten Insel Danco. Hier nisten Eselspinguine mit Blick auf Gletscher und gestrandete Eisberge. Auch ihre Feinde, die braunen Skuas, oder Raubmöwen, ziehen hier ihre Küken groß.
In Neko Harbour und Paradise Bay mit ihren Myriaden von Eisbergen und langen tief eingeschnittenen Fjorden haben wir die Möglichkeit das Innere der Fjorde mit dem Zodiac zu erkunden und den Antarktischen Kontinent zu betreten.
Wenn es die Eisverhältnisse erlauben, fahren wir durch die enge Lemaire Straße nach Petermann Island, wo wir Adeliepinguine und Blauaugenkormorane antreffen. Wir hoffen auf eine Anlandung auf Pleneau Island, wo es gute Möglichkeiten gibt, Seeelefanten anzutreffen. In diesem Gebiet begegnet man auch oft Buckelwalen, Zwerg- und Finnwalen.
Auch der Besuch der ukrainischen Antarktisstation Vernadsky ist eingeplant, um Ihnen einen Eindruck vom Leben moderner Antarktisforscher vermitteln zu können. Wir werden dort freundlich empfangen und werden zu einem Stationsrundgang eingeladen.
Auf dem Weg nach Norden kommen wir im Neumayer Channel in die Nähe der historischen Forschungsstation Port Lockroy auf Goudier Island. Das südlichste Postamt der Welt wird von den Briten verwaltet. Ein Besuch der Station selber ist nicht immer garantiert und ist vom Fahrplan und Anlandegenehmigung abhängig. In der Nähe von Port Lockroy ist zudem eventuell ein Anlandung auf der kleinen Insel Jougla Point möglich. Dort nisten Eselspinguine und Blauaugenkormorane.
Weiter nördlich kommen wir zu den Melchior Inseln, wo wir vielleicht noch eine Fahrt mit dem Zodiac anbieten können, immer auf der Suche nach Seeleoparden, Krabbenfresserrobben und Walen. Danach wird es Zeit wieder Kurs nach Südamerika zu nehmen.
Tage 8 - 9
In der Drake Passage haben wir noch einmal die Möglichkeit, Seevögel zu beobachten und unsere alten Bekannten, die riesigen Wanderalbatrosse wieder zu treffen.
Tag 10
Wir kommen morgens im Hafen von Ushuaia an. Hier endet unsere Reise.
Orang-Utan-Auswilderung
Der indonesischen Stiftung BOS (Borneo Orangutan Survival Foundation) ist es gelungen, in Zentral-Kalimantan ein Gebiet für die Auswilderung von mehr als 100 Orang-Utans einzurichten. Schon im Juli dieses Jahres sollen die ersten 50 „Waldmenschen“ aus der BOS-Rehabilitations-Station in den Regenwald zurückkehren. Die Orang-Utans werden eine hohe genetische Vielfalt aufweisen, so dass die Ausbildung einer gesunden Population zu erwarten ist. Die Auswilderung ist sehr aufwändig: Die Tiere werden mit Sendern ausgestattet, um ihr Schicksal auch weiter verfolgen zu können, und dann mit Hubschraubern in das entlegene Tieflandregenwald-Gebiet geflogen. Tierärzte begleiten das Geschehen, um den Stress für die Menschenaffen so gering wie möglich zu halten. Bis 2015 sollen alle Orangs der Reha-Stationen, die nicht weiter betreut werden müssen, wieder in der Wildnis leben. Ganz nach der Devise der indonesischen Regierung: „Orang-Utans sind die Ikonen eines gesunden Regenwaldes“!
Die jährliche große Gnuwanderung von der Serengeti in die Masai Mara in Kenia hat begonnen. Die Gnus wandern jetzt über die südlichen Mara Ebenen. Die Herden teilen sich bevor sie die zentralen Ebenen erreichen; eine Herde bewegt sich in westlicher und die andere in östlicher Richtung. Nachdem sie den Sand River überquert haben ziehen die Gnus und Zebras von Keekorok zur Mara Brücke und legen 25 bis 30 km am Tag zurück.
Namibia-Südafrika-Botswana
Unsere Route führte von Windhoek nach Mata Mata in den Kgalagadi Transfrontier NP mit den tierreichen Tälern des Auob und Nossob und den Salzpfannen der Mabuasehube Area, weiter in die Einsamkeit der Kaa Concession Area, in die weiten Ebenen des Central Kalahari Game Reserves mit Pipers und Sunday Pan und Deception Valley und schließlich in den Norden bis Maun.
Die Fahrten über rote Dünen, verwachsene Graspisten und, nach Regengüssen, durch „Wasserwege“ waren abenteuerlich. Naturgefühl pur konnten wir auf abgelegenen kleinen
Camp Sites geniesen, besonderes weil wir uns zwischendurch in stilvollen Lodges erholen konnten.
Ergreifend schön und vielgestaltig ist die Landschaft der Kalahari. In dieser Zeit ist sie in weiten Bereichen grün und blütenreich. Der weite Himmel darüber ist unbeschreiblich: sich türmende Wolkenberge, schwarze Gewitterwolken, Regenbogen, Wetterleuchten ... und meist mit Sternen übersät in der Nacht. Man findet noch echte Einsamkeit; einmal sahen wir in drei Tagen keine anderen Menschen. Natürlich haben uns der Tierreichtum und die Qualität der Tierbeobachtungen am stärksten beeindruckt: große Spieß- und Springbockherden, Löwen in vielerlei Aktionen, Honigdachse, Löffelhunde, Schakale, Leopard, zweimal die Braune Hyäne ganz nah und besonders die Geparde, ob am Riss oder im Nebel, haben den Fotografen Super-Motive geliefert. Die Vogelwelt ist reich vertreten durch Greife, Trappen, Strauße, Rennvögel, Würger, Flughühner und vielerlei Kleinvögel. Unsere Fotografen haben sich aber auch von Spinnen und ihren Netzen, von den vielen Schmetterlingen, von Schildkröten und ganz besonders von den leuchtenden Farben der Blüten einfangen lassen.
Afrika gilt heute als Wiege der Menschheit. In Afrika begannen Primaten aufrecht zu gehen: ein entscheidender Schritt zur Menschwerdung. Wichtige Funde dazu stammen aus Tansania, wo ein kleines Museum in der Oldupai-Schlucht Menschheitsgeschichte erläutert. Wenn Sie eine „heimatliche“ Entdeckungsreise zu den Ursprüngen der Menschheit machen wollen, sollten Sie sich die „Safari zum Urmenschen“ nicht entgehen lassen! Die gleichnamige Ausstellung im Frankfurter Senckenberg-Museum wurde über den 18. April hinaus bis zum 15. August 2010 verlängert und führt Sie auf eine spannende Zeitreise bis zum Homo sapiens.
Infos unter www.urmensch.senckenberg.de
Kurzbericht von der Reise im Mai 2010
„Midway is for the birds“ – das 600 ha kleine Atoll am nordwestlichen Ende der Hawaii-Inselkette quillt über von Leben.
Albatrosse soweit das Auge reicht – und wir sind mitten unter ihnen! Mindestens 480.000 Brutpaare Laysan-Albatrosse und 24.000 Brutpaare Schwarzfuß-Albatrosse und ihre Küken besetzten jeden Quadratmeter Boden. Ausgenommen sind nur die Gebäude und die Landebahn – und selbst die muss immer wieder frei geräumt werden. Angeflogen wird das Atoll deshalb nur nachts, einmal die Woche. Und gewohnt wird in den Barracken der amerikanischen Marine. Im 2. Weltkrieg gewann sie hier die größte Schlacht im Pazifik. Die Marinebasis ist heute geschlossen, das Atoll gehört wieder den Vögeln. Neben den allgegenwärtigen Albatrossen sind dies Rotfußtölpel, Bindenfregatt- und Rotschwanz-Tropikvögel, verschiedene Seeschwalben, Sturmvögel und -taucher, dazu Hawaii-Mönchsrobben, Meeresschildkröten und Spinnerdelphine.
Nur wenige 100 Besucher pro Jahr sind erlaubt – und wir diesmal gehören dazu. Jetzt im Mai sind die Küken der Albatrosse schon groß. Die Eltern sind schwer im Stress und fliegen bis zu den Kurilen um Futter für sie zu finden. Nur die noch unverpaarten Jungvögel haben anderes im Sinn. In ganzen Gruppen wird heftigst gebalzt, die Geräuschkulisse ist ebenso unglaublich wie der Tanz selbst. Und wir? Wir werden ganz schnell Teil der Kolonie. Aber wir lernen auch die Gefahren kennen, die dieses Paradies bedrohen. Die inselfremden Pflanzen zum Beispiel, die alles überwuchern, oder die unglaublichen Mengen von Plastikmüll an den Stränden wie im Futter der Alabtrosse, die oft jämmerlich daran zu Grunde gehen. Alle die durchkommen, werden nun bald die Inseln verlassen. Wir müssen leider schon früher fort – aber vergessen, vergessen werden wir diese Tage mit den Albatrossen nie!!
Im Serengeti Nationalpark werden ab 21. Mai 2010 wieder Spitzlippennashörnern angesiedelt.
Das Artenschutzprojekt wird von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) durchgeführt.
6 Nashörner werden aus Südafrika in die Serengeti eingeflogen. In den folgenden Jahren
sollen weitere 26 Artgenossen folgen.
Ausführliche Informationen zu dem Projekt finden Sie Online unter
Nashorn-Ansiedlungsprojekt
Sich den "Sanften Riesen" in ihrem Lebensraum zu nähern ist ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis!
Eine neue Meldung spricht Ende 2009 von insgesamt 256 "habituierten" Berggorillas in Ruanda
Sieben Gruppen im Vulkan-Nationalpark der Virunga Conservation Area können von Touristen besucht werden: die Amahoro-Gruppe (16 Tiere), die Umubano-Gruppe (11 Tiere), die Sabyinyo-Gruppe (10 Tiere), die Gruppe 13 (22 Tiere), die Hirwa-Gruppe (12 Tiere) und die Kwitonda-Gruppe (19 Tiere). Die größte Berggorilla-Gruppe mit dem Namen Susa hat sich geteilt: in die Susa A (28 Tiere) und die Susa B (15 Tiere).
Eine ungewöhnlich lange Regenperiode macht zurzeit das Befahren der Salzpfannen der Makgadikgadi Pans unmöglich. Selbst der Savuti-Kanal führt wieder Wasser. Doch die Tierwelt lebt auf! Die jährliche Zebra- und Gnu-Wanderung ist in vollem Gange, zahlreiche Südafrikanische Spießböcke und Springböcke sind unterwegs und damit auch die ihnen folgenden Raubtiere. Safari-Gäste können jetzt Geparden und Löwen besonders gut beobachten - und auch die possierlichen Meerkatzen.
Nach Auskunft der UWA (Uganda Wildlife Authority) ist die Eiskappe der Margherita-Spitze des Ruwenzori-Massivs im April 2010 aufgebrochen. Möglicherweise als Folge der globalen Erwärmung, die auch zu höheren Wasserständen des Semliki-Flusses führt. Wissenschaftler berichten, dass sich die Eiskappe des Ruwenzori-Massivs vor 50 Jahren noch über etwa sechs qkm erstreckte. Heute ist das Eis am Äquator auf weniger als einen qkm abgeschmolzen, vor allem in den letzten vier Jahren. Einer der Naturschätze von Uganda ist in Gefahr!
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