Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt: Stand: 16.07.2010
Aktuelle Hinweise
Im Vorfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Die Sicherheitskräfte setzen bei der Auflösung von Demonstrationen auch Schusswaffen ein.
Am 11. Juli 2010 ist es in Kampala zu Bombenanschlägen gekommen, bei denen es über 60 Tote und noch mehr Verletzte gab. Über die Attentäter gibt es noch keine verlässliche Erkenntnisse. Das Auswärtige Amt rät dringend, in Kampala größere Menschenansammlungen, aus welchem Grunde auch immer sie entstehen, zu meiden.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte - mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten - auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala - Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) gegeben hat. Als besonders neuralgischer Punkt hat sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsicht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis (Boda Bodas) grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority www.uwa.org.ug uwa@uwa.or.ug
beim Uganda Tourism Board www.visituganda.com utb@starcom.co.ug
und der Uganda Tourism Association www.uta.or.ug ugandatourismassociation@gmail.com
eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
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