Frankreich
Orchideen im Vercors
Der Vercors ist eine Karstlandschaft, die bei der Auffaltung
der Alpen aus dem Tethysmeer gebildet wurde,
um anschließend von Wind und Wasser zerfurcht und von
Gletschern abgehobelt zu werden. Wichtige Städte liegen an der Peripherie dieser Landschaft,
so Grenoble im Nordosten, Valence im Nordwesten, Montélimar im Südwesten und Die im
Süden. Begrenzende Flüsse sind Isère, Drac, Drôme und Rhône. Die höchsten Erhebungen heißen
Grand Veymont (2.341 m) und Mont Aiguille (2.087 m). Letzterer ist wohl der markanteste Berg des Kalkmassivs,
dessen Erstbesteigung im Jahre 1492 geschichtlich als Beginn des Alpinismus gilt.
Die Fauna
umfasst so interessante Arten wie Steinadler, Schlangenadler,
Wanderfalke, verschiedene Hühner, Murmeltier, Steinbock und viele andere.
Der 45.
Breitenkreis, Nordgrenze des mediterranen Bereichs in Frankreich,
zieht quer durch den Vercors; die Höhenunterschiede betragen rund 2.000 m vom Rhônetal
hinauf zu den Gipfeln. Das ist die Voraussetzung dafür, dass alpine und mediterrane Arten
der Flora auf engstem Raum gefunden werden können: Edelweiß, Enziane, Alpenglöckchen,
Osterglocken, Türkenbund und Paradieslilie, Gelbe Wildtulpe, dann auch Affodill und so viele andere mehr.
Orchideen sind –- teils in großer Zahl - in diesem Gebiet
natürlich auch zu finden. Die seltenste Art
ist sicher Spitzels Knabenkraut; Holunderknabenkraut wächst
zu Tausenden auf den Wiesen. Eine Besonderheit des westlichen Vercors ist die in dieser Zeit
blühende Drôme-Ragwurz.
Höchst interessant ist
auch das südlich anschließende
Département Drôme, hier in den Barronies und im Drôme provençal ist die Region schon weitaus
mediterraner geprägt. Westlich der Rhône im Département Ardèche ist die Vegetation nochmals
stärker südlich geprägt, auffallend sind hier
große Vorkommen von Ophrys lutea.
Insgesamt können bis zu 40
blühende Orchideenarten
während der Reise gesehen werden. |