Italien
Orchideenparadies Promontori del Gargano
Folgende Lebensräume lernen Sie während der Reise kennen:
– Die Garrigue ist die typische Vegetation der unteren Stufen entlang der Küste.
Hier dominieren Rosmarin, verschiedene Zistrosenarten und Wacholder.
– Auf den Höhenzügen im südlichen Promontorio entwickelten sich durch Überweidung
große Gebiete mit spärlicher Vegetation. In den feinerdereichen Mulden zwischen
nackten Felsen blühen im Frühjahr zahlreiche Geophyten (Hermesfinger, Schwertlilien).
Daneben überrascht immer wieder die Vielzahl der Orchideen: darunter Keuschorchis,
Italienisches-, Milchweißes-, Armblütiges- und Vierpunkt-Knabenkraut, Gargano-,
Siponto- und Bertolonis-Ragwurz.
– Mit ihren hartlaubigen, oft immergrünen Sträuchern ist die Macchie eine der
klassischen mediterranen Pflanzenformationen. In den offeneren Bereichen gedeihen
Orchideen (Provence-Knabenkraut, Schnepfen- und Wespen-Ragwurz).
– In der Pineta, dem Aleppokiefernwald, finden sich neben zahlreichen Pflanzen
der Macchie ein großes Spektrum von Orchideen (Schmetterlings-Knabenkraut, Drohnen-
und Wespen- Ragwurz, Schlanker und Geselliger Zungenstendel).
– In den mittleren Höhenlagen des Promontorio del Gargano wachsen ausgedehnte,
sommergrüne Eichenwälder mit Flaumeichen. Zu einer Vielzahl mediterraner Sträucher
gesellen sich hier vermehrt Elemente der montan-mediterranen Flora, z.B. das
Waldgänseblümchen. Eine der charakteristischen Orchideen ist das Römische Knabenkraut,
welches meist gelb blüht und nur selten in der rötlichen Farbvariante gefunden
wird.
– In den Hochlagen des Gargano treffen Sie im Waldschutzgebiet der Foresta Umbra
auf einen montanen Rotbuchenwald. Diese mitteleuropäisch geprägte Pflanzengesellschaft
mit Efeu, Bärlauch, Hirschzungenfarn, Zwiebelzahnwurz, Waldmeister und Waldbingelkraut
versetzt Sie fast nach Deutschland zurück, wären da nicht die zahlreichen mediterranen
Arten (Neapolitanisches Alpenveilchen, Italienischer Aronstab). Besonders eindrucksvoll
sind die gewaltigen hier wachsenden Eiben. Von der reichhaltig vertretenen Gattung
Ophrys werden Sie besonders nach folgenden Arten suchen: Ophrys apulica, O.
archipelagi, O. bertolonii, O. bertoloniiformis, O. biscutella, O. candica,
O. cornuta (= oestrifera), Vertreter der fusca-Gruppe, O. garganica, O. incubacea,
O. oxyrrhynchos, O. parvimaculata, O. promontorii, O. sipotensis, O. tarentina
und O. tardans.
1. Tag: Frankfurt – Bari – Alberobello
Flug von Frankfurt über Rom nach Bari. Transfer nach Alberobello.
2. - 4. Tag: Alberobello
Drei Tage stehen für Exkursionen in verschiedenen Gebieten Süd-Apuliens
zur Verfügung. Hier im Süden gibt es einige Fundorte der endemischen Späten
Ragwurz sowie der Kleingefleckten und der Tarentiner-Ragwurz.
5. Tag: Alberobello – Mattinata
Fahrt durch Apulien und den Gargano mit Beobachtungsstopps bei
Mattinata.
6. - 10. Tag: Mattinata
Exkursionen in den oben beschriebenen Gebieten des Promontorio
del Gargano.
11. Tag: Mattinata – Bari – Frankfurt
Transfer nach Bari und Flug nach Frankfurt.
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