Italien
Landschaft und Orchideen
Die Marken bilden die Ostküste Mittelitaliens. Sie grenzen im Norden an die
Emilia-Romagna und im Süden an die Abruzzen. Die Küstenebene an der Adria ist
relativ schmal und steigt schon bald abrupt an bis auf die Höhen des Apenninengebirges,
das im Westen eine natürliche Grenze zu Umbrien und der Toskana bildet. Das
Gebirge im Hinterland besteht größtenteils aus Kalkstein und bildet kahle Gipfel,
reißende Bäche, dramatische Schluchten und ausgedehnte Höhlensysteme. Der höchste
Punkt ist der Monte Vettore in den Sibillinischen Bergen mit einer Höhe von
2.476m. Weite Landstriche der Marken sind mittlerweile als Naturpark bzw. als
Nationalpark unter Schutz gestellt worden.
Seinen Namen hat das Gebirge der Legende nach von der Begebenheit, daß eine
der Sibyllen – die Prophetinnen der klassischen Mythologie – sich hier auf dem
Monte Sibilla in einer Höhle, bekannt als Grotta delle Fate, versteckte, als
sie aus der Unterwelt vertrieben wurde.
Neben den botanischen Besonderheiten (Orchideen, Weißer Affodil, Alpenpflanzen)
finden sich auch viele Vogelarten: Steinadler, Mäusebussarde, Turm- und Wanderfalken.
Insgesamt erinnerte die Vogelwelt recht stark an Deutschland. An größeren
Tieren findet man unter anderem Wildkatzen, Dachse und gelegentlich einen
Wolf.
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