ARKTIS & ANTARKTIS

Reisen in die unendliche Weite eisiger Meere

Unberührte, fast menschenfreie Wildnis. Das trifft für die Gebiete rund um Nord- und Südpol mehr zu als für andere Gegenden der Welt. Von Eisbären und Walrossen im Norden bis zu Pinguinen und Seeleoparden im Süden haben diese Naturräume eine große Fülle bemerkenswerter Tierarten. Dazu kommen überall mögliche Begegnungen mit Walen und Delfinen.

Die Antarktis ist ein Kontinent der Superlative – im Sommer gibt es 24 Stunden Sonne, im Winter Tag und Nacht Finsternis. Die Antarktis liegt unter mächtigem Inlandeis und völlig isoliert. Unter dem Eispanzer befinden sich hohe Gebirgsketten und tiefe Ozeanbecken. Weddell- und Ross-Meer greifen weit in den Kontinent ein. Diese Gebiete sind von Schelfeistafeln gefüllt; am Rand entstehen gewaltige Tafeleisberge.

Obwohl nur 2 % der Fläche des „Weißen Kontinents“ nicht ganzjährig von Eis bedeckt sind, gedeihen hier Flechten, die mit mehreren tausend Jahren ein wahrhaft biblisches Alter erreichen können. Dazu gesellen sich Algen, Moose und sogar zwei Arten von Blütenpflanzen. In und von dem spärlichen Grün leben winzige Räder- und Bärtierchen, Rund- und Fadenwürmer, Springschwänze und Milben. Ausgerüstet mit Frostschutzmitteln überleben sie hier unter den extremsten Bedingungen. Doch diese „Welt der kleinen Wunder” nimmt der sommerliche Besucher der Antarktischen Küsten zunächst kaum wahr, denn ganz andere Tiere laufen und robben ihm unübersehbar entgegen: die tonnenschweren Südlichen See-Elefanten etwa - oder die angriffslustigen Antarktischen Seebären. Andere Robben dagegen bevorzugen ein Ruheplätzchen auf dem Eis, so die Krabbenfresser, die dicken Weddell-Robben und die schlanken Seeleoparden mit ihrem mächtigen "Reptilienkopf". Die Hauptattraktion für jeden Antarktis-Besucher sind die Pinguine. Ob Esels- oder Adeliepinguine, Zügel- oder Kaiserpinguine: Diese "drolligen" Vögel fesseln alle Besucher.

Doch auch andere Vögel besiedeln die eisfreien Küsten: große Blauaugen-Scharben, schneeweiße Weißgesicht-Scheidenschnäbel, räuberische Skuas, schwarz-weiße Dominikanermöwen und zierliche Seeschwalben der Antarktis; dazu Schneesturmvögel und Buntfuß-Sturmschwalben.

Die etwas grüneren Subantarktischen Inseln sind wahre Tierparadiese. Hier brüten Felsen- und Goldschopfpinguine in teils riesigen Kolonien und auch mächtige Ruß- und Schwarzbrauenalbatrosse.

Der Wendepunkt der meisten Schiffe ist die Petermann-Insel am Südende des landschaftlich schönen Lemaire-Kanals. Längere Fahrten führen zu den eisigen Südorkney-Inseln und zur Insel Südgeorgien. Tausende Antarktische Seebären und neugierige Königspinguine, Südliche See-Elefanten und Wanderalbatrosse warten hier auf die Besucher.

Wir stellen Ihnen wichtige Informationen zur Verfügung und schlagen Ihnen eisverstärkte Spezialschiffe vor, die mit maximal 68 bzw. 112 Teilnehmern fahren. Sie bieten optimale Möglichkeiten für ausgiebige Landgänge und Zodiac-Schlauchboot-Ausflüge. Begleitet werden Sie von erfahrenen Lektoren, die Ihnen viel über den Lebensraum der blauweiß strahlenden Eiswelt erzählen. Auch Luxusschiffe, die mehr Teilnehmer mitnehmen, buchen wir für Sie.

Am leichtesten zugänglich ist die Antarktische Halbinsel
Sie bietet dem Besucher einen Eindruck vom antarktischen Tierreichtum und von eisigen Landschaften. Die zahlreichen Pinguine, Seevögel, Robben und Wale werden jeden begeistern! Riesige Eisberge treiben am Schiff vorbei. Historische Schutzhütten erinnern an große Polarforscher und Entdecker.

Ausgewählte Schiffe
Die Reisen werden mit polartauglichen Schiffen, die einen eisverstärkten Rumpf haben, durchgeführt. Sie entsprechen höchsten Sicherheitsstandards und besitzen große Decks und offene Brücken mit vielen Möglichkeiten zur Tierbeobachtung. Alle Schiffe sind mit modernen Satelliten-Kommunikations-Systemen ausgerüstet. Die Ausstattung der Kabinen ist einfach und praktisch, die Atmosphäre an Bord ist angenehm leger.

Immer bestimmen Wetter und Eis die Fahrt
Diese während der frühen Polarfahrten von Seeleuten gewonnene Erkenntnis gilt auch heute noch. Das tatsächliche Programm wird entsprechend flexibel geplant. Kapitän und Expeditionsleiter werden eng zusammenarbeiten und alles tun, um die Route für Sie so interessant wie möglich zu gestalten. Dabei nutzen sie den Vorteil des fast 24-stündigen Tageslichts. Die Sicherheit des Schiffes, der Passagiere und der Crew hat immer Vorrang. Vor jeder Anlandung mit den Zodiac-Schlauchbooten erhalten Sie detaillierte Sicherheitsanweisungen.

Reisen in die Antarktis finden im Südsommer statt
Zwischen November und März sind die Tage in der Antarktis lang. So können riesige Pinguinkolonien, Wale und Robben mit viel beobachtet werden. Die große Vielfalt der Eisberge wird jeden faszinieren.

Je nach Reisezeit ergeben sich unterschiedliche Höhepunkte:

November (Frühsommer)
Abenteuerlichste, in gewisser Hinsicht beeindruckendste Zeit:
• Die See ist noch mit Packeis bedeckt,  Strände mit Schnee
• Pinguine kommen zu den Kolonien und beginnen Nestbau
• Die ersten Besucher kommen in die Antarktis
• Pelzrobben paaren sich in Süd-Georgien

Dezember bis Januar (Hochsommer)
Die wärmsten und vom Wetter her sicherlich besten Monate:
• Fast 24-stündiges Tageslicht
• Weihnachten und Neujahr in der Antarktis erleben
• Die ersten Pinguinküken schlüpfen
• Pelzrobben-Babys in Süd-Georgien

Februar bis März (Spätsommer)
Dies ist die beste Zeit für Walbeobachtungen:
• Das Eis hat sich weitgehend zurückgezogen und erlaubt Anlandungen weiter im Süden
• Pinguinküken werden "flügge"
• Pelzrobben tauchen an der Antarktischen Halbinsel auf