Good News

Trotz der Krise gibt es Gutes zu berichten aus Ländern,
die Sie mit DUMA Naturreisen besuchen können!

In Botswana füllt sich in diesem Jahr endlich wieder das Okavango Delta - und vor allem früher. Der verzeichnete Anstieg des Wasserpegels bei Rundu (Namibia) lässt auf einen hohen Wasserpegel des Okavango-Flusses im Juli/August hoffen. Den werden nicht nur die vielen Tiere des idyllischen Feuchtgebietes genießen; auch die zahlreichen Besucher des Okavango-Deltas werden erfreut sein. MEHR dazu unten auf der Seite ....

Auf Galapagos haben Naturschützer ein junges Riesenschildkröten-Weibchen entdeckt, das offenbar eine direkte Abstammungslinie zur Art Chelonoidis abingdoni aufweist: der Art, die nach dem Tod von „Lonesome George“ bereits als ausgestorben galt.  MEHR dazu unten auf der Seite ....

In Uganda wurden mitten in der Corona-Krise zwei Berggorilla-Babys geboren. Sie kamen Ende April und Anfang Mai Im Bwindi-Impenetrable-Forest-Nationalpark zur Welt, wie Ugandas Naturschutzbehörde UWA (Uganda Wildlife Authority) mitteilte. Glücklicherweise sind die Ranger weiterhin im Gebiet unterwegs, auch wenn die Einnahmen durch fehlende Touristen weggebrochen sind. MEHR dazu unten auf der Seite ....

Aus Tansania, Uganda und Südafrika können wir berichten, dass der Bestand des Spitzmaulnashorns sich ein wenig erholt hat. Dank strenger Schutzmaßnahmen und internationaler Hilfe hat die Population der afrikanischen Spitzmaulnashörner seit 2012 um jährlich rund 2,5% zugenommen. Heute gibt es laut IUCN 5.630 in freier Wildbahn lebende Tiere. Schutzanstrengungen lohnen sich also; wichtig ist aber auch, dass Besucher kommen, um den Parks Einnahmen zu garantieren. MEHR dazu unten auf der Seite ....

Heute noch Träume, bald wieder Realität: DUMA Naturreisen weist den Weg zu Tierbeobachtungen – weltweit!


Botswanas Juwel: das Okavango-Delta

Botswanareisende, die das sagenhafte Okavango-Delta mit seinem immensen Tierreichtum erleben wollen, fragen oft, wann sie denn reisen sollten. Zur Trockenzeit? Das klingt paradox. Doch gerade dann sind die weiten Grasflächen des Deltas saisonal überschwemmt und üppiger Lebensraum für Flusspferde und Elefanten, Löwen, Leoparden, Antilopen und Unmengen von Wasservögeln. Denn der Okavango hat seinen Ursprung im Hochland von Angola, wo es im Südsommer (Januar und Februar) kräftig regnet. Als „Cubango“ fließt er über Namibia Richtung Botswana, wo er sich dann zum Delta auffächert In Botswana selbst haben die Sommerregen die ausgedörrten Böden nur „angefeuchtet“. Und wenn der üppige Wasserfluss aus Angola und Namibia endlich seinen Höchststand in Botswana erreicht, dann herrscht dort – etwa Mai bis September - schon wieder Trockenzeit.

2019 gab es geringeren Niederschlag im angolanischen Hochland, und auch im Okavango-Delta von Botswana fiel sehr viel weniger Regen. Die Folge war ein so niedriger Wasserstand im Delta, dass die beliebten Tierbeobachtungsfahrten mit dem Mokoro (Einbaum) nicht stattfinden konnten. Der Vorteil: Tiere wie Zebras wurden in Gebieten gesichtet, die sie sonst wegen Überflutung nicht aufsuchen können. Doch für dieses Jahr kann man erwarten, dass sich das Okavango-Delta zur Trockenzeit wieder in eine riesige und üppige grüne Oase verwandeln wird. Mit einem Artenreichtum an Tieren, der seinesgleichen sucht. Futter und Wasser im Überfluss, auch in den umliegenden Gebieten der Kalahari-Wüste. Dort, wo das Wasser des Okavangos dann schließlich wieder verdunstet und seine Salze und Mineralien in den Boden ablagert.

Galapagos macht Ecuadors Vielfalt perfekt

Anden und Vulkane, Küste, Regenwald und Bergnebelwald, Kolonialstädte und malerische Märkte – Ecuador hat einfach alles. Und dazu noch die Galapagos-Inseln! Da verwundert es nicht, dass in dem kleinen Land am Pazifik immer wieder Neues entdeckt wird. Sei es eine neue Kolibri-Art oder ein neues Anden-Fröschchen: Ecuadors Artenreichtum überzeugt.

Doch die Galapagos-Inseln hatten 2012 einen großen Verlust zu beklagen: „Lonesome George“, einzig Überlebender der Pinta-Riesenschildkröte Chelonoidis abingdoni, starb – vermutlich an Herzversagen – mit etwa 90 Jahren, ohne für Nachwuchs gesorgt zu haben. Doch naht jetzt eine Wende? Auf der Galapagos-Insel Isabela hatten Forscher bei einer Expedition an den Hängen des Vulkans Wolf Riesenschildkröten gefunden, die offenbar Gene ausgestorbener Arten trugen. Nun wurden kürzlich von dort 30 Galapagos-Riesenschildkröten per Hubschrauber ausgeflogen. Mischlinge, die u.a. mit bereits ausgestorbenen Arten verwandt sind. Darunter ein jüngeres Weibchen, das offenbar in direkter Abstammungslinie zur Pinta-Riesenschildkröte steht! Man fragt sich, wie diese Schildkröten auf Isabela gelandet sind? Im 19. Jahrhundert haben Segler Riesenschildkröten als Proviant mit sich geführt. Hatten sie ausreichend Lebensmittel, warfen sie die Tiere lebend wieder ins Wasser. So müssen Pinta-Riesenschildkröten auf Isabela gestrandet sein. Ecuadors artenreiche Tierwelt sorgt also immer wieder für Überraschungen – auch auf den Galapagos-Inseln! 

Ruanda schützt in der Krise auch die Berggorillas

Gute Nachrichten kommen aus Ruanda. Das Land hatte bereits am 20. März einen „Shutdown“ durchgeführt, der seit dem 11. Mai gelockert werden konnte. Die drei Nationalparks, in denen Menschenaffen leben, bleiben jedoch mindestens bis zum 1. Juni geschlossen. Dazu gehört auch der Vulkan-Nationalpark („Parc National des Volcans“) mit den Virunga-Vulkanen an der Grenze zur DR Kongo. Der Bestand der in den Virungas lebenden Berggorillas hatte sich in den letzten Jahren von 480 Tieren auf 604 Berggorillas erhöht; wir berichteten. Umso wichtiger ist es, den Erfolg strenger Schutzbemühungen nicht zu gefährden. Denn viele Viren, die für Menschen gefährlich sind, können auch Gorillas schaden. Nicht umsonst wird allen Besuchern, die den Berggorillas begegnen, ein Mindestabstand von 7 Metern zu den Tieren empfohlen: Das gilt als sichere Distanz, um Tröpfchen-Infektionen zu verhindern. Denn vor allem menschliche Atemwegs-Infektionen sind für unsere nahen Verwandten gefährlich, da Gorillas dagegen keine Abwehrstoffe besitzen; schon eine Erkältung könnte tödlich enden. Gorilla-Trekking bringt zwar wesentliche Einnahmen für dauerhafte Schutzmaßnahmen, doch muss mit allen Mitteln verhindert werden, dass die Grauen Riesen durch menschliche Nähe gefährdet werden. Deshalb stoppt Ruanda zurzeit alle touristischen Aktivitäten in Nationalparks, die Primaten beherbergen (der Akagera-Nationalpark wurde nicht geschlossen) – zu Recht. Ranger sind weiterhin zum Schutz der Tiere gegen Wilderei unterwegs, Wissenschaftler beforschen ihre Gorilla-Gruppen höchst eingeschränkt. Mit neuen Vorsichtsmaßnahmen: Alle müssen Mundschutz tragen, der Mindestabstand zu den Tieren sollte 10 Meter betragen.

Wenn Reisende Gorillas wieder besuchen können, sollten zwei Dinge gewährleistet sein. Einerseits muss unbedingt auf einen ausreichenden Abstand zu den Tieren geachtet werden! Das ist in der Vergangenheit nicht immer beachtet worden, wie zahlreiche Berichte und Untersuchungen zeigen – und manchmal hatten daran auch die Berggorillas selbst „Schuld“. Zweitens wäre es sinnvoll, wenn Touristen sich den Tieren beim Besuch nur mit Mund-Nasen-Schutz nähern. Das wird schon länger so im Virunga-Nationalpark gehandhabt, auch beim Besuch der Flachlandgorillas im Odzala-Kokoua-Nationalpark. Die Gorilla-Expertin Martha Robbins vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig berichtete schon 2013 in einem Interview: Gorillas „sind sehr anfällig für menschliche Krankheiten wie einen Schnupfen. Wir nähern uns deswegen nicht auf weniger als sieben Meter, tragen seit einigen Jahren Atemschutzmasken und wenn wir krank sind, gehen wir nicht in den Wald.“ 

Hoffnung für das Spitzmaulnashorn

Es gehört zu den „Big Five“ und ist für Safariteilnehmer ein Statussymbol afrikanischer Tierwelt: Das Spitzmaulnashorn möchte jeder gern vor die Kamera bekommen. Doch sicher ist das heutzutage meist nur in speziellen Schutzgebieten, denn das afrikanische Spitzmaulnashorn ist vom Aussterben bedroht. Während laut WWF (World Wide Fund For Nature) Anfang des 20. Jahrhunderts noch etwa 850.000 Tiere Afrika südlich der Sahara durchstreiften, dezimierten sich die Bestände nicht nur durch Jagd, sondern vor allem in den 1970er und 1980er Jahren dramatisch durch Wilderei wegen des begehrten Nasenhorns. 1993 gab es nur noch etwa 2.300 afrikanische Spitzmaulnashörner. Doch die im März 2020 veröffentlichten Zahlen der IUCN (Weltnaturschutzunion) geben Anlass zur Hoffnung. Zwar bleibt das Spitzmaulnashorn weiterhin vom Aussterben bedroht und steht damit als „CR = Critically Endangered“ auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Doch bewirkten strenge Schutzmaßnahmen der jeweiligen Länder mit Unterstützung internationaler Hilfe und auch die Isolation der letzten verbliebenen Spitzmaulnashörner, dass sich ihre Population in Afrika seit 2012 jährlich um rund 2,5% erholt. Heute gibt es laut IUCN 5.630 in freier Wildbahn lebende Tiere.

Sicher können Sie dem Spitzmaulnashorn begegnen, wenn Sie das Ziwa-Nashorn-Schutzgebiet in Uganda (etwa 180 km nordwestlich von Kampala) besuchen. Von hier sollen Zuchttiere aus Kenia, Südafrika und amerikanischen Zoobeständen später wieder ausgewildert werden. 2008 und 2009 kam der erste Nachwuchs zur Welt. 

In Tansania wurde 2019 ein respektabler Nashornbulle im privaten Grumeti-Naturschutzgebiet ausgesetzt, der später in den Nationalpark Serengeti wandern könnte, um sich fortzupflanzen. Dort gibt es ein Schutzprogramm für die grauen Kolosse mit bewaffneten Patrouillen, einer Hundestaffel und Satellitenüberwachung. Wer Tansanias Ngorongoro-Krater besucht, freut sich, wenn eins der streng bewachten und durch Veterinäre beobachteten Nashörner (die Angaben ihrer Bestandszahl wechseln) den Wald verlässt und in die Kraterebene kommt, manchmal sogar mit Kind, allerdings meist in größerer Entfernung von der Piste. Der Nashornschutz ist ein Projekt der ZGF (Zoologische Gesellschaft Frankfurt), die auch die Wiederansiedlung von wild lebenden Spitzmaulnashörnern in Sambias Luangwa-Nationalpark fördert. Die ersten aus Südafrikas Kruger-Nationalpark umgesiedelten Tiere kamen 2003: Es wurde eine „Nashornschutztruppe“ aufgebaut, und die Tiere bekamen kleine Sender in ihr Nasenhorn eingesetzt, um sie jederzeit orten zu können. Die ZGF unterstützt auch die dortige Nationalpark-Verwaltung und bezieht die Dorfgemeinschaften mit in die Schutzprogramme ein.

Schutzanstrengungen lohnen sich also, wie die Zahlen der IUCN zeigen.