Abschied von Birutė Galdikas, der Stimme der Orang-Utans
Mit Jane Goodall und Dian Fossey bildete sie ein legendäres Trio. Alle drei wurden vom Anthropologen Louis Leakey ermutigt, Menschenaffen in freier Wildbahn zu erforschen: Goodall die Schimpansen, Fossey die Berggorillas und Birutė Galdikas die Orang-Utans. Am 24. März 2026 ist die in Litauen verwurzelte Forscherin nach langer Krankheit in Los Angeles gestorben.
1971 begann Galdikas ihre Langzeitstudie an wilden Orang-Utans auf Borneo. Fast 55 Jahre blieb sie ihnen treu. Sie beschrieb als Erste die Fortpflanzung, das Sozialleben und die enge Bindung zwischen Mutter und Jungtier. Ihre Forschung zeigte auch, wie lange Orang-Weibchen zwischen zwei Geburten brauchen, ein Grund, warum sich Bestände nur langsam erholen.
Galdikas war außerdem eine der Ersten, die vor der Zerstörung der Regenwälder und den Folgen von Ölpalmplantagen warnten. Mit ihrer Organisation Orangutan Foundation International half sie, die ersten großen, langfristigen Auswilderungsprogramme für Orang-Utans in Indonesien aufzubauen. Für ihre Arbeit erhielt sie unter anderem den Global-500-Preis der Vereinten Nationen und den Tyler-Preis für Umweltleistungen.
Auf unserer Borneo-Reise besuchen Sie die Rehabilitationszentren Semenggok in Sarawak und Sepilok in Sabah, wo verwaiste Orang-Utans auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden. So wird spürbar, wofür Birutė Galdikas ein Leben lang gekämpft hat. Alle Details finden Sie hier: Borneo: Nasenaffen, Orang Utans und Regenwald
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