Polen

Polen ist bekannt für seine ausgedehnten Waldflächen. Gut 30 % des Landes sind mit Wäldern bedeckt. Etwa 250 km östlich der polnischen Hauptstadt Warschau liegt der 1921 gegründete Bialowieza-Nationalpark an der Grenze zu Weißrussland. Die Natur blieb hier über viele Jahre weitgehend vom Menschen verschont. Heute bietet das UNESCO-Weltnaturerbe vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Im letzten Flachland-Urwald Europas leben neben Wisenten in freier Natur auch Luchse, Wölfe, Biber und Elche. Zu den etwa 250 Vogelarten zählen Brachvögel, Kraniche, verschiedene Spechtarten und Schreiadler.

Das größte Feuchtgebiet in Polen liegt entlang des Biebrza-Flusslaufs. Der gleichnamige Biebrza-Nationalpark wurde 1993 eingerichtet. Das ca. 592 km2 große Schutzgebiet besteht aus Kiefern- und Birkenwäldern, Sumpf- und Auengebieten sowie Schwemmwiesen und Moorflächen. Die unterschiedlichen Naturräume sind Heimat für über 270 verschiedene Vogelarten. Polen zählt zu den wichtigsten Brutgebieten für europäische Zugvögel.