Ankarafantsika-Nationalpark in Madagaskar

Der 1.350 km2 große Ankarafantsika-Nationalpark liegt im Nordwesten Madagaskars, etwa 115 km südöstlich der Hafenstadt Mahajanga. Das artenreiche Schutzgebiet besteht seit 1927, wurde aber erst 2003 zum Nationalpark ernannt und wird z.T. mit Hilfsmitteln aus Deutschland finanziert. Nahe dem Parkeingang liegt in der ehemaligen Forststation Ampijoroa ein Zucht- und Forschungszentrum für bedrohte Schildkrötenarten Madagaskars. Der Nationalpark besitzt ausgedehnte Trockenwälder, Savannen und Seen.

Der 1.350 km2 große Ankarafantsika-Nationalpark liegt im Nordwesten Madagaskars, etwa 115 km südöstlich der Hafenstadt Mahajanga. Das artenreiche Schutzgebiet besteht seit 1927, wurde aber erst 2003 zum Nationalpark ernannt und wird z.T. mit Hilfsmitteln aus Deutschland finanziert. Nahe dem Parkeingang liegt in der ehemaligen Forststation Ampijoroa ein Zucht- und Forschungszentrum für bedrohte Schildkrötenarten Madagaskars. Der Nationalpark besitzt ausgedehnte Trockenwälder, Savannen und Seen.

Am Ravelobe-See können Sie einen der seltensten Greifvögel der Welt, den Madagaskar-Seeadler beobachten sowie Nilkrokodile, die sich hier bestens und ungestört vermehren, da sie bei Einheimischen als heilig gelten. Mit 129 nachgewiesenen Vogelarten lockt der Park Vogelliebhaber, die hier auch Cuvier-Ralle, Madagaskar-Zwergohreule, Sichelvanga und Hakenschnabelvanga beobachten können. Die meisten Besucher kommen in den Ankarafantsika-Nationalpark nicht nur wegen der Vögel, sondern auch wegen des Coquerel-Sifakas, der früher als Unterart des Larvensifakas geführt wurde.

Weitere 7 Lemurenarten  sind hier zu Hause, auch der endemische Goldbraune Mausmaki, eine erst 1994 entdeckte und stark gefährdete Lemurenart. Unter den Reptilien sind der Große Madagaskar-Taggecko und das Riesenchamäleon bemerkenswert, unter den Säugetieren die „Fanaloka“, eine nur auf Madagaskar lebende Raubtierart, die einer Ginsterkatze ähnelt, sowie Tenreks, die wie Igel aussehen können. Der Ankarafantsika-Nationalpark beherbergt nicht nur einen großen Artenreichtum, sondern auch spektakuläre Landschaftsformationen wie die Ambalabongo-Schlucht.