Marojejy-Nationalpark in Madagaskar

Der 550 km2 große Marojejy-Nationalpark liegt an den Hängen des gleichnamigen Gebirges in Madagaskars Nordosten. Ein überaus artenreiches Gebiet mit einem steilen Felsmassiv und nicht leicht zugänglich. Erst 1998 wurde es als Nationalpark deklariert; seit 2007 gehört es zum UNESCO-Weltnaturerbe. Höhenlagen bis 2.100 m, vom Tieflandregenwald über Bergregenwald und Bergnebelwald bis zur montanen Strauchzone sorgen für unterschiedliche Klimazonen. Sommertage sind heiß, im Winter kann es in den Höhen Frost geben.

Der 550 km2 große Marojejy-Nationalpark liegt an den Hängen des gleichnamigen Gebirges in Madagaskars Nordosten. Ein überaus artenreiches Gebiet mit einem steilen Felsmassiv und nicht leicht zugänglich. Erst 1998 wurde es als Nationalpark deklariert; seit 2007 gehört es zum UNESCO-Weltnaturerbe. Höhenlagen bis 2.100 m, vom Tieflandregenwald über Bergregenwald und Bergnebelwald bis zur montanen Strauchzone sorgen für unterschiedliche Klimazonen. Sommertage sind heiß, im Winter kann es in den Höhen Frost geben.

Naturfreunde sollten gut zu Fuß und auf fast tägliche Regenfälle gefasst sein, werden aber mit umwerfenden Aussichten belohnt. Mitten im Regenwald könnten Vogelliebhaber den endemischen Helmvanga entdecken, dessen Bestand vor allem durch Holzraubbau, der auch vor dem Nationalpark nicht haltmacht, bedroht ist. Auch die hier mit 11 Arten vertretenen Lemuren haben Raritäten zu bieten: seltene Seidensifakas, die hier kein dunkles, sondern ein rosafarbenes oder rosa-schwarz gepunktetes Gesicht haben und vom Aussterben bedroht sind.

Sie zu sehen wäre ein absolutes Highlight, da zeigt sich nachts eher schon einmal ein Fingertier, während Bambuslemuren bis an die Camps herankommen. Rarität unter den Reptilien ist das Erdchamäleon Brookesia vadoni mit seinen zahlreichen Hautfortsätzen, im Laub allerdings schwer zu entdecken, ebenso wie der größte Blattschwanzgecko Uroplatus giganteus, der tagsüber „unsichtbar“ auf Ästen liegt. Atemberaubend auch die Flora  mit alleine 275 Farnarten, zahlreichen endemischen Orchideen und Palmen.

Ein entlegenes Paradies, das außer vielen endemischen Arten vielleicht noch Unentdecktes zu bieten hat – wenn es bestehen bleibt.