Masaola-Nationalpark in Madagaskar

Der 1997 gegründete Masoala-Nationalpark liegt im Nordosten Madagaskars im zentralen Teil der gleichnamigen Halbinsel. Madagaskars größter Nationalpark (2.400 km2) wurde 1997 gegründet, um Madagaskars größtes zusammenhängendes Regenwaldgebiet sowie Mangrovenwälder und traumhafte Strände (drei Meeresschutzgebiete, darunter die Insel Nosy Mangabe, wurden einbezogen) unter Schutz zu stellen. Durch illegalen Holzeinschlag und Brandrodung gehen auf der Halbinsel täglich 10 ha Wald verloren.

Der 1997 gegründete Masoala-Nationalpark liegt im Nordosten Madagaskars im zentralen Teil der gleichnamigen Halbinsel. Madagaskars größter Nationalpark (2.400 km2) wurde 1997 gegründet, um Madagaskars größtes zusammenhängendes Regenwaldgebiet sowie Mangrovenwälder und traumhafte Strände (drei Meeresschutzgebiete, darunter die Insel Nosy Mangabe, wurden einbezogen) unter Schutz zu stellen. Durch illegalen Holzeinschlag und Brandrodung gehen auf der Halbinsel täglich 10 ha Wald verloren.

Innerhalb der Nationalparkgrenzen sind Pufferzonen ausgewiesen, in denen die lokale Bevölkerung einige natürliche Ressourcen nachhaltig nutzen kann. Seit 2007 gehört der Park zum UNESCO-Weltnaturerbe (als „Rainforests of Atsinanana“ mit 5 weiteren Regenwäldern, z.B. dem Marojejy-Park). Auch wenn Masoala schwer zu erreichen und beschwerlich zu erkunden ist (heiße Temperaturen, ständige hohe Luftfeuchtigkeit): Das Gebiet ist ein Eldorado für Naturfreunde, in dem es sicher noch unentdeckte Pflanzen und Tiere gibt.

Erst 2000 wurde eine neue Art der Takhtajania-Pflanzen beschrieben, die nur hier vorkommt, ebenso wie der stark bedrohte Rote Vari; auf Nosy Mangabe wurde schon in den 1960er-Jahren ein Reservat für den Schwarzweißen Vari und das Fingertier eingerichtet. Zu den Vogelarten gehören Vasapapageien, Seidenkuckucke und Vangas; selten zu sehen sind Rote Madagaskar-Eule und Madagaskar-Schlangenadler. Die vorgelagerten Korallenriffe sind herrliche Schnorchel- und Tauchgründe, und von Juli bis September halten sich in der Bucht von Antongil Buckelwale mit ihren Jungtieren auf.

Wer sich für den Masoala-Regenwald interessiert, kann einen ersten Eindruck im Züricher Zoo bekommen, der nicht nur den Park finanziell unterstützt, sondern 2003 auch eine riesige Masoala-Regenwald-Halle bauen ließ. Vor Ort sollten Sie im Nationalparkbüro der Kleinstadt Maroantsetra einen Nationalparkführer anheuern und mit ihm den einmaligen Lebensraum erkunden. Sie werden ein wahres Paradies erleben, in dem mehr als die Hälfte aller bekannten endemischen Arten Madagaskars leben – es gibt nichts Vergleichbares auf der Welt.