Meru-Nationalpark

Der wenig besuchte Meru-Nationalpark ist 870 km2 groß und liegt nordöstlich vom Mount Kenya. Eine wilde Schönheit mit  abwechslungsreicher Landschaft, einem Mosaik aus Grassavannen und Inselbergen („Kopjes“), Trockenbusch, Flüssen mit Galeriewäldern und Sumpfflächen; wo es feucht ist, wachsen Palmenhaine. In dieser unberührten Wildnis setzten Joy und George Adamson einst die Löwin Elsa aus, deren Geschichte Joy Adamson 1960 in ihrem Bestseller „Frei geboren. Eine Löwin in zwei Welten“ (verfilmt als „Born Free“) beschrieb. Die Tiere des Nationalparks sind relativ scheu und kaum an Autos gewöhnt. Hier überschneidet sich die für den Norden des Landes typische Tierwelt mit der des Südens: Netzgiraffe, Grevy-Zebra und Somali-Strauß haben hier ihr südlichstes Verbreitungsgebiet, Kongoni, Kirk-Dikdik und Kronenducker ihr nördlichstes.

Kleine Kudus lassen sich gut im dichten Busch des südöstlichen Parkteils beobachten, im feuchten, sumpfigen Westen gibt es größere Elefantengruppen und große Herden von Afrikanischen Büffeln. Man kann Löwen und Leoparden beobachten, Flusspferde und Nilkrokodile. Die Nashörner wurden hier früher stark gewildert, doch heute leben wieder etwa 40 Breitmaulnashörner und 20 Spitzmaulnashörner in einem abgetrennten Teil des Schutzgebietes. Auch Vogelliebhaber kommen im Meru-Nationalpark auf ihre Kosten. Mehr als 300 verschiedene Vogelarten wurden gelistet, auch Rothalsfalke, Bindenrennvogel, Braunrückenspecht und Bindenfischeule. Der Park, der im Südosten an Kenias längsten Fluss, den Tana River, grenzt, gilt unter Insidern als Geheimtipp und zählt sicher zu Kenias schönsten Schutzgebieten.

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