Mudumu-Nationalpark in Namibia

Im Nordosten Namibias liegt der 737 km2 große Mudumu-Nationalpark, der im Westen vom Kwando-Fluss begrenzt wird. Er wurde im März 1990 proklamiert, kurz vor Namibias Unabhängigkeit. Ein abgelegener Park, der nicht häufig von Touristen aufgesucht wird: Seine unbefestigten Sandpisten sind schwierig zu meistern, so dass man ihn nur mit einem Geländewagen oder per Boot erkunden sollte. Während den Nordosten des Parks trockene Buschsavanne mit Mopane-Vegetation prägt, erstrecken sich im Südwesten die Linyanti-Sümpfe mit Reetinseln und Marschen; der im Süden fließende Linyanti markiert auch die Grenze zu Botswana.

Im Nordosten Namibias liegt der 737 km2 große Mudumu-Nationalpark, der im Westen vom Kwando-Fluss begrenzt wird. Er wurde im März 1990 proklamiert, kurz vor Namibias Unabhängigkeit. Ein abgelegener Park, der nicht häufig von Touristen aufgesucht wird: Seine unbefestigten Sandpisten sind schwierig zu meistern, so dass man ihn nur mit einem Geländewagen oder per Boot erkunden sollte. Während den Nordosten des Parks trockene Buschsavanne mit Mopane-Vegetation prägt, erstrecken sich im Südwesten die Linyanti-Sümpfe mit Reetinseln und Marschen; der im Süden fließende Linyanti markiert auch die Grenze zu Botswana. In dieser für Namibia ungewöhnlich wasserreichen Gegend fühlen sich nicht nur Elefanten, Afrikanische Büffel, Zebras und Antilopen wie die Sitatunga wohl, sondern auch Flusspferde und Krokodile. Der Mudumu-Nationalpark hat auch Löwen, Leoparden und Tüpfelhyänen zu bieten, dazu mehr als 430 verschiedene Vogelarten. Seine wesentliche Bedeutung liegt jedoch darin, dass er Durchgangsgebiet für wandernde Tiere (Elefanten, Büffel, Pferde- und Rappenantilopen) ist, die sich frei und ohne Barrieren zwischen Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe bewegen. Denn der Mudumu-Nationalpark liegt im Zentrum von Afrikas größtem länderübergreifendem Schutzgebiet: dem „KaZa TFCA“, („Kavango-Zambesi Trans-Frontier Conservation Area“), das unter dem Konzept der „Peace Parks Foundation“ (Friedenspark-Stiftung) steht, die 1997 gegründet wurde und zum Ziel hat, mit länderübergreifenden Schutzzonen Natur und Kultur zu bewahren und damit auch eine friedliche Zusammenarbeit zwischen benachbarten Staaten zu fördern. Das KAZA-Projekt startete 2003 und wurde 2012 eröffnet; die einzelnen, zu einer Fläche von 287.000 km² (mit umliegenden Ländereien insgesamt 520.000 km²) zusammengefügten Gebiete haben Nationalpark-Status; es ist das zweitgrößte Land-Schutzgebiet der Erde. In diesem Raum lebt mit 250.000 Tieren Afrikas größte Elefantenpopulation! Touristen sollen Zugang mit nur einem Visum ohne Grenzkontrollen haben.

Der Mudumu-Nationalpark in Namibia ist ein Park für Afrika-Kenner, die sich für ökologische Zusammenhänge interessieren, Abenteuerpisten nicht abgeneigt sind – und Abgeschiedenheit suchen. Die beste Reisezeit liegt zwischen August und November.