Ruanda tauft 22 junge Berggorillas
In Ruanda bekommen Gorillas Namen wie Menschenkinder. „Kwita Izina“ heißt die Zeremonie, angelehnt an die traditionelle Namensgebung für Neugeborene. Am 4. September 2026 fand sie zum 21. Mal statt, in Kinigi am Rand des Volcanoes-Nationalparks. 22 junge Berggorillas erhielten ihre Namen, darunter von Naturfilmer Alastair Fothergill und Fußballstar Patrice Evra. Seit 2005 sind es damit 460 Gorillas.
Der Anlass zum Feiern ist echt. Anfang der 1980er-Jahre lebten im Virunga-Massiv nur noch rund 250 Berggorillas. Heute sind es dort mehr als 600, zusammen mit dem Bwindi-Wald in Uganda über 1.060. Der Berggorilla ist damit der einzige Menschenaffe, dessen Bestand noch wächst.
Ein Schlüssel zum Erfolg ist, dass die Menschen rund um die Parks profitieren. Zehn Prozent der Einnahmen aus dem Parktourismus fließen in die umliegenden Gemeinden. Über 23 Milliarden Ruanda-Franc haben bereits knapp 1.300 Projekte finanziert, von Schulen über Gesundheitsstationen bis zu Wasserleitungen. Jeder Gorilla-Besuch trägt also direkt zum Schutz bei. Künftig soll der Volcanoes-Nationalpark zudem um rund 3.740 Hektar wachsen.
Sind Sie neugierig, den sanften Riesen selbst in die Augen zu schauen? Wir empfehlen Ihnen unsere Ruanda-Reisen in die Heimat der Flachland- und Berggorillas sowie unsere von den Berggorillas bis zum Schuhschnabel.
Quelle: Rwanda Development Board, September 2026