Matsalu Nationalpark in Estland

Das Naturschutzgebiet Matsalu wurde 1957 gegründet und 2004 erheblich erweitert und zum Nationalpark aufgewertet. Er umfasst fast 50 Inseln, das Mündungsgebiet des Flusses Kasari und die Bucht Matsalu und deren Küste. Er befindet sich im Westen Estlands und umfasst eine Fläche von 486 km2.

Der Nationalpark ist eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete in Europa und ein Paradis für Vogelkundler, jährlich rasten auf den Wiesen Hunderttausende von Zugvögeln auf ihrer Reise zwischen Arktis und Westeuropa. Die Auwiese Kasari, die größte erhaltene offene Auwiese Europas ist ein wichtiger Nistplatz für Wachtelkönig, Tüpfelsumpfhuhn und Doppelschnepfe. Im Mündungsröhricht des Kasari kann man die Rohrdommel hören. Die Küstenwiesen Matsalu sind ausgezeichnet durch einen niedrige Pflanzendecke und eine Wasserlinie ohne Schilf, weidende Rinder sorgen zusätzlich für die Pflege der Wiesen. Dies macht sie zu einem attraktiven Brutplatz für Watvögel, wie Wasserläufer, Kiebitz oder Brachvogel. Hier bietet sich auch eine gute Chance, Seeadler und Elche zu beobachten.

Pflanzenliebhaber finden auf den artenreichen Laubwiesen bis zu 546 Gefäßpflanzen sowie zwei Drittel aller estnischen Orchideenarten und viele Moorpflanzen.

Auf dem Gutshof Penijoe befindet sich das Besucherzentrum des Nationalparks Matsalu.

Mehrere Wanderwege, die wie Lehrpfade gestaltet sind und einige Beobachtungstürme erschließen den Besuchern den Park und erleichtern den Einblick in die großartige Vogelvielfalt.

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