Ranomafana-Nationalpark in Madagaskar

Hier entdeckte Bernhard Meier 1986 den bis dato unbekannten Goldenen Bambuslemuren: im feuchten Ranomafana-Bergregenwald, der 1991 als Nationalpark ausgewiesen wurde und seit 2007 zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt. Seinen Namen hat der gleichnamige Ort den Thermalquellen zu verdanken, die unablässig warmes Wasser („rano mafana“) ins Tal fördern.

Hier entdeckte Bernhard Meier 1986 den bis dato unbekannten Goldenen Bambuslemuren: im feuchten Ranomafana-Bergregenwald, der 1991 als Nationalpark ausgewiesen wurde und seit 2007 zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt. Seinen Namen hat der gleichnamige Ort den Thermalquellen zu verdanken, die unablässig warmes Wasser („rano mafana“) ins Tal fördern.

Mit 435 km2 ist der Park im südlichen Ostteil der Insel Madagaskars drittgrößtes Schutzgebiet. Auf etwa 1.000 m Höhe beherbergt er eine Fülle von endemischen Pflanzen und Tieren - wer weiß, wie viele noch unentdeckt sind. In den Wäldern wuchern Baumfarne, Flechten und Orchideen. Unter den zahlreichen Schmetterlingsarten ist hier auch der nachtaktive Kometenfalter zu entdecken, mit einer Spannweite von14 - 16 cm einer der größten Falter der Welt, der nur fünf Tage lebt.

Etwa 60 Reptilienarten wurden hier entdeckt, darunter das Chamäleon Furcifer balteatus, dessen imposante Männchen zwei spitz zulaufende Nasenfortsätze haben und 45 cm messen; Blattschwanzgeckos sind unter altem Laub kaum auszumachen. Der Regenwald ist ein Paradies für Frösche, 115 Vogelarten und 12 Lemurenarten, darunter Großer Bambuslemur und Grauer Bambuslemur, die wie ihr Verwandter, der Goldene Bambuslemur, unterschiedliche Bambus-Teile vertilgen, sowie der stark gefährdete Edwards-Sifaka, zweitgrößter Lemur Madagaskars. Überzeugen Sie sich: Ranomafana ist eine Reise wert!