Pantanal in Brasilien

Pantanal, das ist das größte zusammenhängende Binnenland-Sumpfgebiet der Erde. Mit einer Fläche von ca. 230.000 km² ist das Pantanal so groß wie die ehemalige Bundesrepublik. Das gigantische Feuchtgebiet liegt zu 2/3 im mittleren Westen Brasiliens, während der kleinere Teil sich auf die Nachbarländer Bolivien und Paraguay verteilt. Es besteht aus Flüssen, Seen, Grassavannen, Sumpfgebieten und Tropenwäldern. Das Pantanal-Gebiet erstreckt sich über die brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul. Daher unterscheiden Naturreisende oft die beiden Gebiete: Nord-Pantanal und Süd-Pantanal.

Pantanal, das ist das größte zusammenhängende Binnenland-Sumpfgebiet der Erde. Mit einer Fläche von ca. 230.000 km² ist das Pantanal so groß wie die ehemalige Bundesrepublik. Das gigantische Feuchtgebiet liegt zu 2/3 im mittleren Westen Brasiliens, während der kleinere Teil sich auf die Nachbarländer Bolivien und Paraguay verteilt. Es besteht aus Flüssen, Seen, Grassavannen, Sumpfgebieten und Tropenwäldern. Das Pantanal-Gebiet erstreckt sich über die brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul. Daher unterscheiden Naturreisende oft die beiden Gebiete: Nord-Pantanal und Süd-Pantanal.

Pantanal-Nord und Jaguar-Safaris

Das Nord-Pantanal liegt im Bundesstaates Mato Grosso und ist über den Flughafen Cuiaba gut zu erreichen. Deshalb gilt die Hauptstadt Cuiaba bei Reisegästen auch als Tor zum Nord-Pantanal. Weltweit bekannt ist das riesige Schwemmland für seine Jaguar-Population. Fotoreisende und Natururlauber reisen dazu entlang der 145 km langen Natur-Straße Transpantaneira bis zum Ort Porto Joffre. In der Regenzeit – wenn der Rio Paraguay und seine Nebenflüsse für eine flächendeckende Überschwemmung sorgen - ist die Transpantaneira kaum zu befahren. Daher gilt die Trockenzeit von Juni bis Ende Oktober als beste Reisezeit und Jaguar-Saison. Dazu starten in Porto Jofre verschiedene Bootssafaris entlang des Flusssystems des Rio Cuiaba. Um die südamerikanische Großkatze in freier Wildbahn zu finden, empfehlen sich schnelle (115 PS) und wendige Privatboote.

Tiervielfalt im Pantanal-Nord

Darüber hinaus sind im Nord-Pantanal viele weitere Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Seen, Flüsse, Feuchtwälder und Sümpfe sind der Lebensraum für etwa 650 verschiedene Vogelarten, über 200 Fischarten sowie ca. 60 Amphibien- und mindestens 120 Säugetierarten. Weit verbreitet sind Fischotter, Wasserschweine, Brillenkaimane, Capybaras sowie Große Ameisenbären und das Wappentier der Region – der Jabiru-Storch. Hyazinth- und Gelbbrustaras sind beliebte Fotomotive für Fotoreisende.

Nord-Pantanal: Unterkünfte und Lodges

Die Unterkünfte im Nord-Pantanal werden meist in Form von Pousadas geführt. Oft liegen diese Brasilianischen Lodges auf einer abgelegenen Farm (Fazenda), inmitten üppiger Natur. Sie werden meist familiär geführt und haben oft nicht mehr als 15 Zimmern. Naturreisenden verweilen meist 2 bis 3 Nächte in einer Pousada, um dann die Unterkunft zu wechseln.
Die Pousadas sind Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Bootes-Safaris, geführte Wanderungen und Ausritte sowie unterschiedliche Safaris bei Tag und Nacht im offenen Geländewagen. Die Pousada Piuval etwa hat neben abwechslungsreichen Exkursionen auch zwei Aussichtstürme auf dem Gelände – ganz besondere Naturbeobachtungen inklusive. Oder das Hotel Porto Jofre Norte. Bereits seit 1984 am Rio Cuiaba, gilt die Unterkunft zur Recht als erfahrenster Pionier für Jaguar-Bootssafaris.
Begleitete Ausflüge und Exkursionen bieten die beste Möglichkeit, die heimische Flora und Fauna kennenzulernen. Die Unterkünfte im Nord-Pantanal bieten unterschiedlichen Komfort. Nicht selten gilt: je rustikaler die Unterkunft, umso naturnaher und intensiver sind die Tierbeobachtungen. Gerade die Pousadas abseits der Transpantaneira lassen sich ideal zu einer Kleigruppen-Reise mit Schwerpunkt Jaguar-Safaris kombinieren.

Pantanal-Süd

Das Pantanal ist eines der außergewöhnlichsten Naturschätze Brasiliens. Davon nimmt das Süd-Pantanal 2/3 der Fläche ein. Es liegt im Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Die Hauptstadt Campo Grande ist der Eingang zum südlichen Teil des weltweit größten Binnenland-Feuchtgebietes. Campo Grande ist der Ankunftsort für Naturreisende ins südliche Pantanal, denn hier liegt der nächste Flughafen. Selbst außerhalb der Regenzeit sind die Verbindungen zwischen Campo Grande, dem Süd-Pantanal und Bonito gut passierbar.

Das UNESCO-Weltnaturerbe ist gut in 5 – 7 Tagen zu erkunden. In der Trockenzeit von Juni bis Oktober bieten Exkursionen per Boot, zu Fuß, im Jeep oder auf dem Pferd besondere Einblicke in eine nahezu unberührte Tier- und Pflanzenwelt. Das Süd-Pantanal ist für sein hohes Tiervorkommen bekannt. Kaimane, Affen, Capivaras und eine Vielzahl von Vögeln lassen sich gut beobachten. Naturreisende kommen hier voll auf Ihre Kosten. Zur reichen Pflanzenwelt zählen Busch-, Baum- und Palmensavanne sowie ursprüngliche Galeriewälder entlang der Flüsse. Insbesondere die Carandá-Palme, der Tukan-Baum, die blattlosen Ipê-Bäume, Wasserhyazinthen sowie eine Vielzahl an Orchideen und Bromelien lohnen den Besuch im südlichen Teil des Sumpfgebiets.
Der Ort Bonito liegt am Rio da Prata (Silberfluss) und ist Ausgangspunkt für Erkundungen der faszinierenden Unterwasserwelt. Kristallklare Flüsse und Seen rund um die Kleinstadt laden zu Schnorchel-Ausflügen inmitten bunter Tropenfische und einer Unterwasser-Vegetation mit außergewöhnlichem Farbenpracht ein. Die begleiteten Touren beginnen an der Quelle des Rio Olho d'Água.

Am Ende einer Pantanal-Reise stehen vielfältige Einblicke in eine faszinierende Flora und Fauna. Diese lassen sich mit weiteren Naturschätzen in Brasilien kombinieren. Diese finden sich u.a. an den tosenden Wasserfällen von Iguazu und im Nationalpark Chapada dos Guimaraes.